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Markets

Auf gutem Weg

Der Bereich Markets blickt auf ein positives Jahr 2011 zurück. Die 2010 begonnene Fokussierung auf das kundeninduzierte Geschäftsmodell der Bank wurde weiter geschärft. Ins Blickfeld rückten Schuldschein- und Bondtransaktionen sowie Zinsderivate, FX und Repo. Die Kundenerträge, die bei den einzelnen Kundenbereichen (Corporates, Sparkassen, Immobilien und Finanzinstitutionen & institutionelle Kunden) ausgewiesen werden, lagen über den Erwartungen.

Neuausrichtung erfolgreich fortgeführt

Die Betreuung der Kundengruppen Finanzinstitutionen & institutionelle Kunden (FI) wurde mit der Bündelung in einem eigenen Bereich erfolgreich neu ausgerichtet. Hintergrund ist eine Veränderung des Geschäftsmodells hin zu einer Know-how-Bündelung für FI, um damit eine starke und nachhaltige Kundennähe und -orientierung zu erlangen. Dieses verlagerte sich vom kreditgetriebenen Geschäft zum Markets-Produktgeschäft. Neben den Kapitalmarktprodukten steht u. a. das kommerzielle Geschäft im Fokus des Bereichs. Mit ihrem Netzwerk von Partnerbanken konnte die BayernLB ihre Geschäftsbeziehungen zu ihren Corporates- und Mittelstandskunden insbesondere bei Export- und Handelsfinanzierungen sowie im ECA-gedeckten Geschäft (Export Credit Agency) deutlich stärken. Die seit vielen Jahren starke Besuchsfrequenz des BayernLB-Standes auf der Fachmesse SIBOS spiegelte die gewachsene Bedeutung wider.

Hinter dem Group Treasury der BayernLB liegt ein herausforderndes Jahr. Es war gekennzeichnet von unverändert hoher Volatilität in den Liquiditätsmärkten. Insbesondere die Marktwerte der Cross-Currency-Swaps waren hohen Schwankungen ausgesetzt. Die Liquiditätssicherung der Bank für das zukünftige Kreditneugeschäft konnte weiter verbessert werden. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der Verbreiterung des Funding-Mixes sowie der Fremdwährungssteuerung. Auf große Resonanz bei den Kunden der BayernLB stießen im Jahr 2011 die insgesamt fünf Fachtagungen des Bereichs Markets zu speziellen Themengebieten rund um Geld- und Kapitalmärkte.

Noch keine Normalisierung an den Geld- und Kapitalmärkten

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren gekennzeichnet durch sehr volatile Finanzmärkte. Auch die zur Stabilisierung getroffenen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank konnten den Vertrauensverlust im Interbankenmarkt nicht ausgleichen – Geld- und Kapitalmärkte normalisierten sich nicht.

Im Bereich Kapitalmarktfinanzierung war das Geschäft mit Corporates geprägt durch geringe Refinanzierungstätigkeiten an den Kapitalmärkten. Ursächlich hierfür waren hohe Cashflows und geringe M&A-Aktivitäten. Im zweiten Halbjahr stieg die Schuldscheinnachfrage signifikant. Auf der Zinsseite sicherten sich zahlreiche Kunden durch den Abschluss von Zinsswaps und -caps das historisch günstige Zinsniveau für bestehende oder geplante Mittelaufnahmen. Unsicherheit und hohe Volatilität führten an den Rohstoffmärkten dazu, dass Absicherungsmöglichkeiten und -strategien in den Fokus der Unternehmen rückten und diese verstärkt nachgefragt wurden.

Produkte und Service noch näher am Kunden

Im Bereich Capital Markets war die BayernLB im Geschäftsjahr 2011 einer der Top-Arranger für Corporate-Schuldscheindarlehen und belegte im bundesweiten Bankenvergleich Platz zwei. Auch im deutschen Pfandbriefmarkt ist die BayernLB einer der Marktführer. Ein weiterer wesentlicher Treiber für den positiven Geschäftsverlauf waren die Emissionen mit strukturierten Zinsanleihen. Hier konnte mit attraktiven Produkten günstiges Funding für die BayernLB beschafft werden.

Im Bereich Treasury Products lag 2011 ein Schwerpunkt auf dem Ausbau und der Optimierung von Kundenservice- und Handelsplattformen. Im November 2011 ging das neue Customer Valuation Tool (CVT) online. Das CVT bietet den Treasury-Kunden der BayernLB in einem überaus anwenderfreundlichen Onlinetool eine übersichtliche und tagesaktuelle Darstellung aller abgeschlossenen Handelsgeschäfte. Darüber hinaus eröffnet das CVT die Möglichkeit zur Simulation von Marktwertveränderungen und unterstützt damit die Kunden der BayernLB optimal bei deren Bewertung ihrer Absicherungsgeschäfte.

Weitere Innovationen zum Nutzen der Kunden waren 2011 Ausbau und Optimierung der technischen Infrastruktur der Bank. Dadurch wurde die Preisversorgung der Kunden im Devisenhandel über Handelsplattformen weiter verbessert. Insgesamt ist der Automatisierungsgrad in der Prozesskette erhöht worden, die Preisversorgung erfolgt schneller und die Auswahl an Währungspaaren ist breiter. Seit 2011 ist es auch nicht in China ansässigen Banken und Kunden möglich, den Yuan über Termingeschäfte abzusichern und bei Fälligkeit über ein CNH-Konto (Chinesisches Yuan Offshore-Konto) in Hongkong abzuwickeln. Die BayernLB ist für ihre Kunden in diesem CNH-Handel mit zweistelligen Millionen-Euro-Beträgen tätig.

In Commercial-Paper-Aktivitäten (CP) gehört die BayernLB zu den Top-Adressen unter den deutschen Banken. Das dokumentieren mehr als 40 Commercial-Paper-Dealermandate und ein eigenes, über die Börse München zugelassenes EZB-fähiges CP-Programm. Hier agiert die BayernLB als erfahrener Arrangeur und Dealer für Investoren und Emittenten.

Enge Zusammenarbeit mit den Sparkassen

Die Zusammenarbeit mit den Sparkassen im Retail- und Eigengeschäft sowie dem vermittelten Firmenkundengeschäft konnte auch 2011 erfolgreich fortgeführt werden. Die klare Ausrichtung an den Grundsätzen „Einfachheit, Klarheit und Transparenz“ bei der Emission von Zertifikaten wird bei unseren Vertriebspartnern und Privatkunden sehr positiv aufgenommen. So wurde die BayernLB beispielsweise bei den Zertifikate Awards 2011 erstmals ausgezeichnet. In der Kategorie Publikumspreis erreichte die EuropaAirbag-Anleihe den dritten Platz. Auch die Produktreihe zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken für Landwirte, die in Kooperation mit der Maschinenringe Deutschland GmbH ins Leben gerufen wurde, wurde 2011 fortgeführt und weiter ausgebaut. Mit den Sparkassen als unseren Vertriebspartnern wurden sehr erfolgreich erneut Diesel- und erstmals Weizen- und Rapspreisabsicherungsprodukte mit Landwirten abgeschlossen. Im Eigengeschäft der Sparkassen waren 2011, neben der Refinanzierung über Zentralbanken, Repos eine gute Refinanzierungsalternative. Unternehmensschuldscheine bildeten 2011 den Produktschwerpunkt. Als Geld- und Kapitalgeber sind die Sparkassen u. a. bei der Refinanzierung der Bank ein wichtiger Partner für die BayernLB.

BayernInvest: Wachstum gegen den Branchentrend

Die BayernInvest Kapitalanlagegesellschaft mbH ist innerhalb des BayernLB-Konzerns das Kompetenzzentrum für institutionelles Asset Management. Die Strategie der BayernInvest, sich mit einem diversifizierten Dienstleistungsangebot als Asset Manager und Master KAG (Administration von Sondervermögen) am Markt zu positionieren, ist aufgegangen. Seit Jahren wächst das Unternehmen gegen den Branchentrend. Zum 31. Dezember 2011 verwaltete die Gesellschaft rund 36,3 Mrd. Euro für institutionelle Kunden in ganz Deutschland und zählte damit zu den Top Ten unter den hiesigen Kapitalanlagegesellschaften. Damit wuchs das insgesamt verwaltete Vermögen um 56 Prozent von 2008 bis 2011 an.

Im Bereich des Asset Managements wurde die Produktkompetenz um die Assetklassen Emerging Markets Renten und Emerging Markets Aktien sowie um das Multi-Assetklassen-Management erweitert. Im Bereich der Master KAG setzt die BayernInvest als eine der ersten deutschen KAGen einen Spezialfonds mit der Anlagemöglichkeit von bis zu 30 Prozent in Senior-Loans um. Im „Telos Investor Screening 2011“ verteidigte die BayernInvest ihren ersten Platz des Vorjahres unter den mittelgroßen Asset-Managern in Deutschland.

Eine Auswahl an erfolgreichen Führungsmandaten aus dem Bereich Capital Markets im Jahr 2011.

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